LETTERS to bias and Formalisations

MA Transdisciplinary Studies in the Arts

2021

How can a normative practice be questioned? An investigation into normative practices, the delegation of morality into, and how the arts can reflect upon them, through the formalisation of text-messaging. A series of four artworks «to clock», ,«to direct», «to lave», and «to face» – LETTERS; a different terminology to always see abstractions and the ‹solutions› it produces as situated – Formalisations; and an interrogation of my own position – bias.

«[Die Arbeit] ‹LETTERS to bias and Formalisations› von Fernando Obieta [plädiert dafür] vermeintlich objektive und rationale Algorithmen und Datenlösungen als Resultat kontingenter Bedingungen und autorschaftlicher Entscheidungen zu verstehen.» – Irene Vögeli

Produkte, Artefakte und Services sind Formalisierungen. Diese werden durch unsere Nutzung zu Delegierten unserer Moral und formen und leiten unser Denken und unsere Sichtweise auf die verhandelten Umstände massgebend.
Die Komplexität von Formalisierungen findet sich darin, dass ihr Entstehen zwar in Wechselwirkung mit der Gesellschaft und der ihr zugehörigen Systeme liegt, aber die Mehrheit der Entscheidungen von Wenigen getroffen werden, und dies dann wiederum Rückwirkungen auf die Gesellschaft und ihre Systeme hat. Diese Rückwirkungen kreieren in jedem Individuum Perspektiven und Vorstellungen unserer Lebenswelt.

Fernando Obieta erforscht seit mehr als fünf Jahren die unterschiedlichen Gestalten und Beweggründe von Formalisierungen und ihre Rückwirkungen auf individuelle und gesellschaftliche Werte und Abläufe. Sein Fokus liegt dabei auf der Reflexion der eigenen Praxis in Kunst und Design, die Verantwortung gesellschaftlicher und wie auch seiner individuellen Werte und Systeme – sowie diese kritisch zu befragen. Das Zeigen soll für die Betrachter:innen individuelle Reflexionsräume schaffen.

In seiner Ausstellung «LETTERS», die Teil des Projekts «LETTERS to bias and Formalisations», 2020–2021 ist (im Rahmen seines Masters Transdisziplinarität in den Künsten an der Zürcher Hochschule der Künste), beschäftigt sich Fernando Obieta mit Formalisierungen und Text-Messaging.
Er interessiert sich dabei für die Veränderung unserer Kommunikation, die darin enthaltenen Abstraktionen, die ständige Erreichbarkeit und für die Sprache.
In dieser Ausstellung befragt der Künstler sowohl seine eigene Perspektive auf Text-Messaging wie auch die der Rezipient:innen. Die vier Werke sollen Erkenntnisse schaffen über die Dissonanz zwischen dem Gezeigten und den eigenen Bezügen zu Text-Messaging, dessen Einfluss auf unser tägliches Leben, unsere Kommunikation und die eigene Perspektive.


Kuratiert von Lara Messmer.

Exhibitions

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